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Schaltbilderstellung


Welchen Rat habt Ihr, das Schaltbild übersichtlich zu gestalten?

(1) Blackbox-Module
Organisieren Sie zusammengehörende Modulgruppen in Blackboxen. Legen Sie eine Blackbox in das Schaltbild und "betreten" Sie die Blackbox durch einen Doppelklick auf das Modul. In der Symbolleiste finden Sie die Option, um die Blackbox wieder zu verlassen.

Innerhalb der Blackbox können Sie wie gewohnt Module platzieren, konfigurieren und verbinden; außerdem sind nun die Import- und Exportmodule zugreifbar geworden. Mit diesen Modulen können Daten in die Blackbox hinhein- und aus der Blackbox heraustransferiert werden.
Legen Sie bspw. ein Importmodul in das Schaltbild in der Blackbox. Wenn Sie die Blackbox verlassen, sehen Sie, dass das Blackbox-Modul Eingänge erhalten hat. Angeschlossene Datenströme stehen nun auch innerhalb der Blackbox zur Verfügung.

Wenn eine Blackbox betreten wurde, können Sie über Bearbeiten >> Blackbox die aktuelle Blackbox als Datei abspeichern. Diese Blackbox steht jetzt im Modulbrowser (Reiter "Blackbox") zur Verfügung und kann wie ein "normales" Modul mehrfach im Schaltbild abgelegt werden.

(2) Dummymodule
Verbinden Sie bspw. ein Datenquellmodul mit mehreren Kanälen mit einem Arithmetikmodul mit der entsprechenden Kanalanzahl. Wählen Sie im Arithmetikmodul für jeden Kanal die Operation "NOP" (No Operation). Schieben Sie das Arithmetikmodul von der Datenquelle weg, sodass die Leitungen ohne Verwindungen verlegt werden.
Jetzt können Sie von den Leitungen sauber zahlreiche Abgriffe zu anderen Modulen anlegen -- ohne verworrene, schwer nachverfolgbare Leitungsführung.

(3) Mehrere Schaltbilder
Mit der Aktion Laden und starten können Sie aus einem ausgeführten Schaltbild zu einem anderen Schaltbild wechseln, welches von DASYLab auch automatisch gestartet wird. Das mit dieser Aktion geladene Schaltbild ersetzt das vorherige Schaltbild -- es wird nicht zusätzlich ausgeführt!
Prüfen Sie, ob Sie komplexe Schaltbilder auf mehrere, weniger komplexe Schaltbilder verteilen können.
Mit den Aktionen Variable schreiben (Datei) und Variable lesen (Datei) können Sie Variablenzustände von einem Schaltbild in das nächste übernehmen, wenn Sie die Aktionen Beim Start der Messung bzw. Beim Stopp der Messung ausführen.


Wann setze ich den Linienschreiber bzw. Y/t-Modul ein?

Der Linienschreiber eignet sich, um Daten über lange Zeiträume darzustellen, etwa eine Temperaturentwicklung, die über mehrere Tage beobachtet werden soll. Je höher die Abtastrate des am Eingang des Linienschreibers empfangenen Datenstroms, desto weniger weit wird die Historie der dargestellten Daten sein, da der Speicher eines Linienschreibers begrenzt ist.

Die Y/t-Grafik hingegen ist für sich schnell ändernde Daten gedacht. In der Grundeinstellung zeigt die Y/t-Grafik die Daten genau eines Datenblocks an und eignet sich deswegen nicht für Datenströme mit der Blockgröße 1.
Die Darstellung des aktuellen Blocks wird vollständig durch die Darstellung des nächsten empfangenen Datenblocks ersetzt.
Anwendung findet die Y/t-Grafik häufig bei der Darstellung eines Frequenzspektrums, das von einem FFT-Modul aus seinen empfangenen Zeitdaten berechnet wird: Die Daten eines Datenblocks entsprechen den Amplituden, die Blockpositionen entsprechen dann Frequenzen. Die Y/t-Grafik erkennt selbstständig, dass Frequenzdaten dargestellt werden müssen und ändert die Beschriftung der X-Achse.


Mit welchem Modul realisiere ich am besten eine Sequenz bzw. einen Prüfablauf?

(1) Schrittketten-Modul
Das Schrittketten-Modul (auch: State Machine-Modul) erlaubt die Erstellung von Programmabläufen aus einzelnen, miteinander verbundenen Schritten.

Dazu werden Bedingungen definiert, die das Modul während der laufenden Messung überwacht. Bedingungen können nicht nur zeitabhängig sein, sondern u.a. auch Variablenzustände und -änderungen, empfangene Daten an Eingänge sein.
Sobald eine Bedingung erfüllt ist, wird der Wechsel zu einem festlegbaren Zielschritt durchgeführt.

Wenn während der laufenden Messung auf die Erfüllung einer Schrittwechsel-Bedingung gewartet wird, können an den Modulausgängen zum Beispiel Zustände von globalen Variabeln oder auch konstante Werte ausgegeben werden.
Wird ein Schritt betreten oder verlassen, lassen sich globale Variablen verändern, Uhren bedienen oder modulinterne Zähler verwenden. Die Stoppuhren können bspw. zur Zeitmessung schrittübergreifender Handlungen verwendet werden; mit Modul internen Zählern können zum Beispiel Schrittzyklen und Schrittwiederholungen realisiert werden.

Das Schrittketten-Modul erlaubt es, komplexe Abläufe mit DASYLab zu realisieren, für die bisher zahlreiche Standardmodule verwendet werden mussten.

(2) Sollwertgenerator
Das Sollwertgenerator-Modul gibt zeitabhängige, analoge Sollwerte und digitale Schaltbefehle aus, welche durch ein Programm definiert werden. Die analogen Sollwerte werden in jedem Programmschritt durch eine Rampe oder einen Sinus beschrieben. Die beschriebene Signalform wird während des Programmschritt über die festgelegte Zeitdauer "abgefahren" und die entsprechenden Sollwerte aus dem Modulausgang ausgegeben.

Beispiel: Ein Programm mit vier Schritten:

  1. Fahre über 3 Sekunden von 0.0V bis 5.0V
  2. Verweile für 30min bei 5.0V
  3. Fahre über 1 Sekunde zurück nach 0.0V
  4. Wiederhole diese Schritte 10-mal.

 


Kann ich Schaltbilder zwischen DASYLab-Versionen austauschen?

Grundsätzlich gilt, dass DASYLab "alte" Schaltpläne einlesen kann. Hiermit Schaltpläne früherer Versionen von DASYLab gemeint. Der andere Fall wird grundsätzlich nicht unterstützt, aber es gibt folgende Hilfe:

Das ASCII-Schaltbildformat (*.DSA) kann genutzt werden, um den Schaltplan für frühere Versionen "ladbar" zu machen. Jedoch wird nicht garantiert, dass alle Modulkonfigurationen, die vielleicht in der neuen Version vorgenommen werden können, verfügbar sind. Daher ist jeder Schaltplan zu überprüfen.


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